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Pressespiegel vom 2. Kongress


General – Anzeiger, 20.September 2006

"Großschadenslagen". Im Duden gibt es dieses Wort nicht. Aber in der Sprache der Experten für Katastrophenfälle, beispielsweise ein Tsunami oder Hurrikan. Mit der Vorsorge, der Bewältigung und den Erfahrungen derartiger Großkatastrophen befasst sich seit gestern bis heute in der Bad Godesberger Stadthalle der zweite Europäische Katastrophenschutzkongress mit rund 1000 Teilnehmern aus 40 Nationen. Initiatoren der Tagung sind das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, das Technische Hilfswerk und das Fachblatt "Behörden Spiegel". Ausführlich schilderte Schäuble die gestiegenen Gefahren durch den internationalen Terrorismus. Deutschland sei seit dem gescheiterten Kofferattentat näher im Fokus von Terroristen. "Diese Nähe hat eine neue Qualität." Alle Chancen für mehr Prävention wie die geplante Anti-Terror-Datei, die Videoüberwachung öffentlicher Plätze und eine stärkere Nutzung der Internetkontrolle müssten umgesetzt werden. Bei den so genannten Großschadensfällen, da ließ der Bundespolitiker keinen Zweifel, müsse es künftig zwischen Bund und Ländern eine bessere Verzahnung geben, wobei die übergreifende Koordinierungskompetenz nur vom Bund ausgefüllt werden könne.

 

Bonner Rundschau, 20.September 2006

Bonn ist zwei Tage Europas "Katastrophen-Metropole": Der internationale Katastrophenschutzkongress in der Stadthalle Bad Godesberg mit 1000 Teilnehmern aus 40 Ländern beschäftigt sich mit den Möglichkeiten einer intensiveren europäischen Koordination und Zusammenarbeit im Katastrophenfall. In Fachforen werden technische Fragen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes erörtert. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sprach sich auf dem Kongress gestern gegen eigene europäische Einsatztruppen für den Katastrophenschutz aus.

 

Kölner Stadt-Anzeiger, 20.September 2006

1000 europäische Katastrophenschutz-Experten trafen sich in Bad Godesberg zu einer Tagung "Großschadenslage – Erfahrungen der Vorsorge und Bewältigung. Um den Vorrang für Sicherheit in Europa geht es auch auf der Tagung ganz zentral. Bundesinnenminister Schäuble sprach sich auf dem Kongress gegen eine Katastrophenschutztruppe der EU aus, betonte aber, dass es immer wichtiger werde, die Kooperation der nationalen europäischen Katastrophenschutz-Einheiten entscheidend zu verbessern. Eine EU-Katastrophenschutz-Truppe werde eher zu Kompetenzwirrwarr und Überschneidungen der Zuständigkeiten führen.

 

Rheinische Post, 20.September 2006

Die Bundesregierung kürzt ihre Zuschüsse für den erweiterten Katastrophenschutz von 25 Millionen auf acht Millionen Euro. Das beklagte Wolfgang Düren, Leiter der Gefahrenabwehr im NRW-Innenministerium, gestern beim Europäischen Katastrophenschutzkongress in Bonn. Der Bund rüste zwar auf, um Terroranschläge zu verhindern, vernachlässige aber Investitionen in die Ausrüstung der Retter.

 

Westfalenpost, 20.September 2006

Eine eigene Katastrophenschutz-Truppe der EU ist auch angesichts größerer Gefahren nach den Worten von Bundesinnenminister Schäuble (CDU) nicht erforderlich. Die Bundesregierung sei für einen intensiveren europäischen Katastrophenschutz und für eine Neufassung der entsprechenden Regelungen offen, sagte Schäuble gestern in Bonn. Das dürfte aber nicht bedeuten, dass die EU zusätzliche eigene Beiträge bereitstelle.

 

Polizeispiegel, September 2006

Im September findet zum zweiten Mal der "Europäische Katastrophenschutzkongress" in Bonn statt. Unter dem Motto " Großlagen – Erfahrungen der Vorsorge und Bewältigung" diskutieren Fachleute aus Politik, Polizei, Krisen- und Katastrophenhelfern über Erfahrungen und neue Konzepte. Mitorganisator: das Technische Hilfswerk.

Das Thema "Katastrophenschutz" gewinnt an Bedeutung. Muss trotzdem noch mehr getan werden? Reichen überspitzt gesagt "medienwirksame" Veranstaltungen aus?

THW Präsident Albrecht Broemme: Beim Katastrophenschutz in Bonn finden sich die vielen Helfer wieder. Deshalb wirken solche Veranstaltungen sicher motivationsfördernd, jedoch sollten die Arbeitgeber der Einsatzkräfte auch ausreichend anerkannt werden. Sie müssen die Helfer von der Arbeitsleistung im Einsatzfall freistellen. Dieses bürgerschaftliche Engagement im Katastrophenschutz ist ein deutsches Markenzeichen und verdient ebenfalls eine entsprechende Würdigung.

 

AFP, 19.September 2006

Die Konzepte für den Katastrophenschutz in Europa müssen nach Einschätzung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) noch enger aufeinander abgestimmt werden. "Gerade in den letzten Jahren haben wir die Kooperationen und Koordination der zuständigen Behörden und Hilfsorganisationen für einen effizienten Katastrophenschutz bereits verbessert", sagte Schäuble nach Ministeriumsangaben beim zweiten europäischen Katastrophenschutzkongress am Dienstag in Bonn. "Das bestehende Notfallvorsorgesystem in Deutschland, aber auch in Europa, muss aber an die veränderte Sicherheitslage angepasst werden", fügte er hinzu. "Wir brauchen eine noch bessere Koordination unserer Hilfeleistungsmaßnahmen, ein effizientes Krisenmanagement und eine moderne vorsorgeorientierte Notfallplanung."

 

dpa, 27.September 2006

Nur zehn von 16 Bundesländern wollen, wie vom Robert Koch-Institut (RKI) empfohlen, Grippemittel für 20 Prozent der Bevölkerung für den Fall einer Pandemie einlagern. Das geht aus einer Umfrage des "Behörden-Spiegel" (Bonn) hervor. Vorreiter ist Nordrhein-Westfalen. Dort sollen für 30 Prozent der Bevölkerung bis Ende des Jahres Neuraminidasehemmer angeschafft werden. Neun weitere Länder wollen im Laufe von 2007 die vereinbarten 20 Prozent erreichen. In einer Sonderkonferenz hatten die Gesundheitsminister der Länder im Februar 2006 beschlossen, wegen der erhöhten Gefahr einer weltweiten Grippewelle die Vorräte auf einen Versorgungsgrad von 20 Prozent der Bürger aufstocken.

 

 


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